Glaubauf, Fritz

geb. am 10.6.1901 in Krupka (Graupen) in Mähren – gest. am 9.5.1975 in Wien; Journalist, Schriftsteller.   

Die Eltern von F. G., Ernst und Ida Glaubauf (geb. Krasny), übersiedelten mit den Zwillingen Fritz und Hans nach Wien. Beide engagierten sich in der kommunistischen Bewegung; Hans vor allem als Auslandsjournalist und Reporter, Fritz von Wien aus und mit mehreren Aufenthalten in Moskau für die Komintern. Als Mitglied des BPRSÖ nahm er vor allem theoretische Aufgaben wahr. Literarische Beiträge sind nicht belegt.

Während sein Bruder Hans 1941 von den Nazis in Paris verhaftet und 1942 in Berlin hingerichtet wurde, seine beiden Eltern 1942 nach Theresienstadt und schließlich Auschwitz deportiert und ermordet wurden, arbeitete F. G. während des ganzen Krieges in Moskau und zwar für die Kommunistische Internationale. Ab Juni 1941 betreut er die kommunistischen Auslandskorrespondenten in Moskau und wird 1943 Lehrer im österreichischen Sektor der Antifa-Schule in Krasnogorsk. 1944 übernimmt er die Leitung der zentralen Redaktion für die inoffiziellen »nationalen« Sender in der Sowjetunion und im Frühjahr 1945 zusammen mit Friedrich Hexmann die Betreuung des »Antifaschistischen Büros österreichischer Kriegsgefangener«. Aus einer Heirat stammt seine Tochter Ira, die in Moskau blieb. F. G. kehrte nach 1945 nach Österreich zurück, heiratete er ein zweites Mal und hatte zwei weitere Kinder. F. G. schrieb als Redakteur für die kommunistische Zeitung Die Volksstimme, war Gründungsmitglied der Journalistengewerkschaft im ÖGB und Sekretär der kommunistischen Parlamentsfraktion 1949 – 1953.

Quellen und Dokumente:

Familiengeschichte: https://web.archive.org/web/20260825174406/https://fundgeschichten.jimdofree.com/wiener-melange/rubin/antoinette-glaubauf/ 

Politische Laufbahn: https://web.archive.org/web/20260825174733/https://forvm.contextxxi.org/_fritz-glaubauf_.html
https://web.archive.org/web/20251013075629/https://www.klahrgesellschaft.at/Mitteilungen/Hautmann_2_10.pdf

(GM, in Vorbereitung)