Barski (Beiser), Josef

geb. in Polen (Ort u. Datum nicht bekannt) – Verbleib nach Verurteilung 1935 in Charkiv unbekannt; Journalist, Schriftsteller

Zu J. B. gibt es nur wenige biographische Hinweise. Er lebte als polnischer Emigrant in Graz, war Mitglied im BPRS und mit der Fremdsprachenlehrerin Elsa Lichtenstein (geb. 25. Februar 1906) verheiratet. 1931 erfolgte seine Ausweisung wegen »staatsgefährlicher Umtriebe«, weil er sich ausländische Zeitungen beschafft hatte, dokumentiert im  Artikel Protest gegen die Ausweisung des proletarischen Schriftstellers Beiser (Die Roten Fahne, 23. 8. 1931, S.3).

Ab 1932 lebte und arbeitete J. B. in der Sowjetunion und wurde Opfer des stalinistischen Terrors. Nach Recherchen des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW) zu seiner Frau Elsa Beiser-Lichtenstein sowie zu deren Verwandten Gisela, Max und Josef Lichtenstein wurde Josef Barski-Beiser 1934 in Charkiv verhaftet (wechselseitige Sippenhaftung) und ein Jahr später wegen »Spionage« zu 5 Jahren Lagerhaft verurteilt. Seine Frau wurde 1942 von den Nationalsozialisten in Charkiv ermordet.

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Quellen und Dokumente

DÖW-Quellen:
Gisela Beiser-Lichtenstein; Max Lichtenstein; Josef Lichtenstein; Gerta Berger

Stolperstein Graz:

Elsa Beiser-Lichtenstein

(daraus das Foto der Familie Lichtenstein mit Elsa und Josef Beiser, r. u.)


(GM)