Geb. 5.9. 1872 in Wien, gest. 12.8. 1940 in Wien.

Feuilletonistin, Schriftstellerin, Redakteurin.

Seit 1900 trat Bock mit feuilletonistischen Texten in Zeitungen wie dem in Olmütz/Olomouc erschienenen Mährischen Tagblatt (MTBl.) als Autorin in die Öffentlichkeit; ferner wurde ihre Novelle Entsagung im Zuge des Preisausschreibens des (Wiener) Interessanten Blattes im Juni 1900 mit einer Erwähnung bedacht. Ende 1902, im selben Jahr heiratete sie den deutschen Schriftsteller Theodor F. Bock, legte sie ihren ersten Roman Die Bernhardmädel vor, der im Wiener Theatermilieu spielt und die Entwicklung von drei Töchtern durch dieses Milieu als vorgezeichnete wie mit ambivalenten Klischees beschwerte darlegte. 1903 debütierte sie im Neuen Wiener Journal (NWJ) mit dem Feuilleton Das Ende, seit November 1903 (bis April 1904) erschien ihr Roman Der Heimweg in der Unterhaltungsbeilage der Wiener Frauen-Zeitung, der 1908 in Buchform veröffentlicht wurde. 1907 kam ihr Einakter Der Dieb auf der Raimundbühne zur Aufführung, das MTBl brachte u.a. eine Großstadterzählung unter dem Titel Jetzt bin ich dein, und ab 1909 druckte auch Die Muskete die bündige Erzählung Annas Erben von ihr ab, der 1914 nochmals in der Zeit erschien. 1913 kam schließlich ihr Roman Schiffbruch im Hafen im NWJ als Fortsetzungsroman zum Abdruck, womit Ida Bock eine anerkannte Stellung im feuilletonistisch-literarischen Spektrum für sich reklamieren durfte. Während des Weltkrieges veröffentlichte sie nur gelegentlich und dann eher unverfängliche Texte. Ab Mitte/Ende 1918 lieferte sie vorwiegend für die Wiener Landwirtschaftliche Zeitung sowie für das bei Ullstein erscheinende Blatt der Hausfrau, deren Wiener Redakteurin sie ab 1919 war, Ratgeber-Texte zu alltagspraktischen Fragen, die sich nur gelegentlich, z.B. in den Beiträgen für das NWJ, wie etwa im Feuilleton „Noch“, mit den drückenden alltags(sozial)politischen berührten.

Weitere Werke (Auswahl)

Sehnsucht (Einakterzyklus, 1904); Vor Torschluß (Roman, 1904); Am Glück fast vorüber (Roman, 1906); Der Fall Deinhardstein (Roman, 1909); Schuld (Roman, 1912); Das Licht der Finsternis (Roman, 1917); Armer Peter (Roman, 1920); Regisseur Zufall (Roman, 1924); Gespenster (1925)

(PHK/in Vorbereitung)