Geb. 6.3.1904 in Wien, gest. 8.1. 1998 in Salzburg. Publizist, Redakteur.

Böhm studierte von 1923 bis 1928 an der Univ. Wien Rechtswissenschaft, Geschichte und Philosophie und promovierte 1928. Bereits in dieser Zeit betätigte er sich aktiv im Bund Neuland, einer katholischen Jugendbewegung sowie im Umfeld der Zeitschrift Schönere Zukunft. In den frühen 1930er Jahren hegte er zugleich ausgesprochen deutschnationale Sympathien und sprach sich für den autoritären Ständestaat aus, etwa 1932 auf der Neuland-Älteren Tagung: „Die Jugend ist für den autoritären Staat, der den göttlichen Ordnungswillen im menschlichen Bereich verwirklicht“ (Reichspost, 18.5.1932, 7) Doch schon im Juni 1933 trat er in die illegale österr. NSDAP ein und beantragte im Mai die ihm zuerkannte NSDAP-Mitgliedschaft, obwohl dies gegen die Prinzipien des Neuland-Bundes, der sich daraufhin auflöste, verstieß. 1938-39 wurde ihm die kommissarische Leitung der ehemals christlichsoz. Zeitung Reichspost bis zu deren Auflösung übertragen. Den Zweiten Weltkrieg verbrachte er zuerst als Luftwaffensoldat und ab 1942 als Mitarbeiter einer sog. wissenschaftlichen Dienststelle. Nach erfolgter Entnazifizierung und kurzer Lager-Internierung begann er schon 1946 eine zweite publizistische Karriere: zunächst beim Otto Müller-Verlag in Salzburg und ab 1953 als Redakteur bei der Zeitung Rheinischer Merkur.

Schriften:

Katholischer Glaube und deutsches Volkstum. Salzburg 1933.

Weitere Materialien und Quellen:

(PHK)