Geb. 22.6.1884 in Bad Vöslau als Marie Herzmansky (k.k. Österreich-Ungarn), gest. 11.6.1973 in Wien. Pädagogin, sozialdemokratische Kommunalpolitikerin, Journalistin, Sportfunktionärin, Exilantin.

Über die Kindheit und frühe Jugend von M. Herzmansky ist wenig bekannt; etwa zehnjährig verlor sie ihren Vater, der Orchesterdirektor am Theater an der Wien war. Danach besuchte sie Mädchenpensionate und kam trotz ökonomischer Schwierigkeiten ihrer Familie in den Genuss höherer Bildung. Denn neben einigen Semestern Studium der Philosophie an der Universität Wien legte sie 1905 bzw. 1906 die Lehrbefähigungsprüfung für Volks- und für Bürgerschulen ab, wo sie auch unterrichtete. 1904 trat sie der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs (SDAP) bei und schon 1905 ehelichte sie Joseph Kramer. Aus dieser Verbindung ging 1911 die Tochter Hedwig (später: Jahoda) hervor. 1917 trat sie aus der katholischen Kirche aus und dem Freidenkerbund bei. Nach dem Ende des Weltkrieges übernahm sie ab 1919 zunehmend politische Funktionen im Wiener Gemeinderat sowie im Landtag.

Materialien und Dokumente:

Eintrag bei Wien Geschichte Wiki: hier.

Eintrag bei Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich (AGSÖ): hier.

(in Arbeit/work in progress)