Geb. 13.8.1881 in Wien, gest. 10.12. 1976 in Wien. Arzt, Journalist, Kritiker, Redakteur.

(nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen verantwortlichen Redakteur des Grazer Tagblatts)

Glaser studierte an der Univ. Wien, wo er 1905 zum Dr. der Medizin promoviert wurde. Nach der Teilnahme am Weltkrieg als Stabsarzt und der Rückkehr nach Wien begann er ab 1919 neben seiner Anstellung in der Volkswehr (bis Juli 1920) beim Neuen Wiener Tagblatt publizistisch tätig zu werden. Im Besonderen interessierte er sich für Fragestellungen an den Schnittflächen von Medizin und Psychologie, für gesundheitspolitische Aspekte sowie für neue, auch umstrittene Methoden wie z.B. der Stainach-Methode der Verjüngung, die um 1920 entwickelt und in den 1920er Jahren kontrovers diskutiert wurde. Regelmäßig verfasste er auch medizinbiographische Feuilletons zu bekannten Persönlichkeiten, die an der Univ. Wien wirkten (H. Nothnagel, W. Wundt u.a.m.). Für die 1923 eingerichteten sogenannten Wochenausgaben des NWTBl. schrieb Glaser regelmäßig Beiträge zu z.T. populärwissenschaftlichen Fragestellungen (z.B. ›Medizinische Kuriosa‹ oder ›Fortschritte der Medizin‹) sowie, gelegentlich, auch Buchempfehlungen. Im Nov. 1923 wird er gemäß einer Mitteilung der Ztg. Reichspost (17.11.1923, 4) auch als Mitglied des „leitenden Komitee[s]“ der neugegründeten Wiener Parapsychischen Gesellschaft zur exakten Erforschung okkulter Phänomene angeführt. 1925 erschien seine erste Buchpublikation, ein ärztlicher Ratgeber in der Reihe der Tagblatt-Bibliothek, der 1928 nochmals aufgelegt wurde. 1929 wurde Glaser zum Mitglied des ›Vorstandes des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller in Österreich‹ gewählt. 1930 veröffentlichte er ein bemerkenswertes Feuilleton zum Giftgaskrieg 1915 unter dem Titel Die bunten Räume oder: Der Untergang der Menschheit.

Werke:

Der ärztliche Fragekasten (Tagblatt-Bibliothek, 1925); Lesebuch des Lebens (1930);

Materialien und Quellen:

(Work in progress)