Gug(g)erel, Karl
geb. 29.4.1907 (Steiermark) – verschollen an der deutsch-sowjetischen Front 1944; Dachdecker
Laut einer Buchbesprechung wuchs K. G. in einem steirischen Kloster auf, war dann Bauernknecht und schließlich Ziegeldecker in Wien, wo er mit der kommunistischen Bewegung in Kontakt kam, an den Februarkämpfen 1934 teilnahm und sich zusammen mit seiner Frau Herta (geb. 24.10.1915 als Herta Hofer) im Widerstand gegen den Austrofaschismus engagierte, wie eine Notiz zu seiner Verurteilung 1935 (Kleine Volks-Zeitung, 31.7.1935) sowie Belege im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands zeigen.
K. G. stand in der katholischen Tradition und war Mitglied im BPRSAus: Die Rote Fahne, 9.2.1930, S. 8 In der Frühphase der KPÖ nach 1918-19 formierte sich zunächst weniger um die ehemali.... Danach 1933 Mitglied in der Vereinigung sozialistischer Schriftsteller und 1936 im Österreichischen Arbeiterschriftsteller-Verband. Namentlich gezeichnete Beiträge von K. G. waren nicht zu eruieren. Ein Epos vom »tapferen Sterben eines hingerichteten Februarkämpfers« ist nicht erhalten.
Werke
Das Bauernjahr. – Leoben: Auferbauer 1946. [Gedichte], ÖNB-Signatur: 80451
Quellen und Dokumente:
Mahrer, Buchbesprechung zu Karl Gugerell, Das Bauernjahr. In: Österreichische Zeitung. Zeitung der Sowjetarmee für die Bevölkerung Österreichs, 28. 2.1947, S.7.
Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Akte 20000/G371 und 20717/43
(GM)

