Müller, Ernst
Geb. 21.11.1880 in Mißlitz (Mähren, k.k. Österreich-Ung.; heute Miroslav bei Znojmo, Tschech. Republik); gest. 5.8. 1954 in London. Bibliothekar, Anthroposoph, Redakteur, Zionist.
Müller, Sohn eines Landarztes, wuchs zunächst in Mähren auf und anschließend in Wien, wohin die Familie 1898 übersiedelte. Zuvor lernte er noch in Brünn Th. Herzl kennen und alsbald in Wien Martin Buber, der ihn zur Mitarbeit an seiner Zeitschrift Die Welt einlud. Nach seiner Promotion an der Univ. Wien (über Bewusstseinslehre) arbeitete M. als Lehrer, u.a. auch in Palästina, wo er an Malaria erkrankte, was ihn 1909 zur Rückkehr nach Wien veranlasste. Dort lernte er Rudolf Steiner kennen, der ihn zu eine Stelle als Bibliothekar riet, die er 1911 an der IKG Wien auch erhielt, um sich fortan auch dem Studium der Kabbala sowie Übersetzungen aus dem Hebräischen widmen zu können.
Materialien und Quellen:
Nathanael Riemer: Ein Wanderer zwischen den Zeiten. Zum 50. Todesjahr von E. Müller. In: David. Jüdische Kulturzeitschrift H. 62/09/2004; E. Müller: Der Sohar und seine Lehre. Online verfügbar unter: https://resources.warburg.sas.ac.uk/pdf/abg440b2382171.pdf.
Geistige Spuren in Lebenserinnerungen. Typoskript aus dem Nachlass im Leo Baeck-Institut; online unter: https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL6255953.
(PHK, in prepar.)

