Geb. 21.8. 1874 in Wien, gest. 6.11.1956 in New York. (Reise)Schriftstellerin, Journalistin, Fotografin, Exilantin.

Die in eine jüdische Familie geborene und in gutbürgerlichen Verhältnissen aufgewachsene A. Schalek konvertierte 1904 zum Protestantismus u. fing unter dem Pseudonym Paul Michaely an, Romane und Erzählungen zu verfassen. Ab 1905 unternahm sie ausgedehnte Reisen (u.a. nach Australien, Afrika, Südostasien) von denen sie in der NFP berichtete, der sie von 1903 bis 1935 als Redaktionsmitglied angehörte. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges gelang es ihr, neben Margit Vészi als einzige Frau im Kriegspressequartier tätig zu werden und von verschiedenen Fronten (v.a. von der serbischen u. den Gebirgsfronten in den Dolomiten und im Isonzotal) zu berichten. Ihre überaus patriotisch gehaltenen Berichte aber auch ihr Einbruch in eine Männerdomäne brachten ihr viel Kritik, auch antisemitische und frauenfeindliche ein, z.B. seitens Karl Kraus, der sie in seiner Zs. Die Fackel und in seinem Drama Die letzten Tage der Menschheit als „Kriegsgreuel“ denunzierte. Aufgrund dieses Drucks musste sie den Dienst im KPQ 1917 aufgeben.

(in Vorbereitung)

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