Wagner, Hedda

Geb. 21.1. 1879 als Hedwig Elisabeth Maria W. in Niedernhart/Linz (k.k. Österr.-Ungarn), gest. 24.9. 1950 in Linz. Feuietonistin, Komponistin, Kritikerin, (sozialdemokr) Frauenrechtsaktivistin, Schriftstellerin.

Die Tochter eines freidenkerischen Arztes wuchs in gutbürgerlichen Verhältnissen auf, interessierte sich für Sprachen (neben Englisch u. Französisch auch Italienisch, Tschechisch, Russisch, Hebräisch u. Sanskrit) und erhielt nach der Volks- und Bürgerschule Privatunterricht in Kompositionslehre und Klavier. 1896 legte sie in Wien die Staatsprüfung für letztere erfolgreich ab. Seit etwa 1912 sympathisierte sie mit der sozialdemokratischen Bewegung, trat der Partei bei und wurde freie Mitarbeiterin des Linzer sozialdemokrat. Tagblatt, dem sie bis 1934 verbunden blieb, die letzten fünf Jahre als angestellte Redakteurin. In dieser Zeitung, aber auch in anderen (Arbeiterinnen-Zeitung, AZ, Bettauers Wochenschrift, Salzburger Wacht) veröffentlichte sie zahlreiche Gedichte, aber auch Fortsetzungsromane.

Materialien und Quellen:

Eintrag von Lydia Jammerneg auf: Frauen in Bewegung: https://fraueninbewegung.onb.ac.at/node/1622; Eintrag in: ÖBL: https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_W/Wagner_Hedda_1876_1950.xml

Eintrag auf: Frau und Musik (zum 150. Geburtstag): https://www.archiv-frau-musik.de/archives/geburtstagsgruss-hedda-wagner-1876-1950.

Texte von H.Wagner (Auswahl):

H.W.: Die Schwarz-Gelben. In: Tagblatt, 5. 11. 1921, S. 8; Weihnacht. In: Tagblatt, 24. 12. 1921, S. 8; G. Slekow/H.W.: Das Spiel vom letzten Krieg. In: Tagblatt, 1.10. 1924, S. 1; H.W.: Straßenvogel. In: Bettauers Wochenschrift, Nr. 22/1925, S. 4; H.W.: Einer Mutter Kind. [zu Clara Viebigs Roman Passion] In: Neues Werden. Sonntagsbeilage des Tagblatt, 10.1. 1926, S. 17-18; H.W.: Wo gehörst du hin?! Eine Mai-Geschichte. In: Salzburger Wacht, 30.4. 1928, S. 9-10; H.W.: Die Proletarierin auf dem Zarenthron. In: Bettauers Wochenschrift Nr.23/1927, S. 9 u. S. 14; H.W.: Neujahr! In: Die Frau.Sozialdemokr. Monatsschrift, Nr. 1/1933, S. 1;

Literatur:

Christine Roiter: Hedda Wagner: Komponistin, Dichterin, Frauenrechtlerin. Innsbruck 2004; dazu die Besprechung durch Astrid Frantze auf: literaturkritik.de, Nr. 3/2006: https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=9186&ausgabe=200603; Regina Thumser: Frida Kern und Hedda Wagner. Zwei Linzer Komponistinnen. In: Birgit Kirchmayr (Hg.): „Kulturhauptstadt des Führers“. Kunst und Nationalsozialismus in Linz und Oberösterreich. Ein Projekt der Oberösterreich. Landesmuseen in Kooperation mit Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas. Linz 2008, S. 257-261; Ch. Roiter: Innere Emigration am Beispiel der Linzer Dichterin und Komponistin Hedda Wagner. In Rote Tränen. Die Zerstörung der Arbeiterkultur durch Faschismus und Nationalsozialismus. Hg. durch die Th. Kramer-Gesellschaft. = Zwischenwelt Bd. 14, Klagenfurt-Wien: Drava 2017, S. 262-271; Christine Schmidhofer: Verboten und vergessen: Texte aus dem Refugium. Hedda Wagners Werk 1938-1945, Linz 2021.

(PHK, in preparation)