Entries by litkultadmin

Renato Mordo: Die Radiobühne (1925)

Renato Mordo: Die Radiobühne              In der Pantomime und im Film vermag der Schauspieler dramatisches Geschehen durch Körper, Auge und Geste restlos zum Ausdruck zu bringen. Das geschriebene oder gedruckte Drama vermag durch geistige Vision – die Lektüre – zu wirken. Ist die Kraft, die Steigerung und der Konflikt eines Dramas in das Wort gelegt, […]

Otto Bauer: Die deutschösterreichische Republik (1923)

Otto Bauer: Die deutschösterreichische Republik.              In den vier Tagen vom 28. bis zum31. Oktober hatte sich die Auflösung der Habsburgermonarchie vollendet. In diesen vier Tagen war die Armee an der Front zusammengebrochen, hatten sich die neuen nationalen Regierungen im Hinterlande der Regierungsgewalt bemächtigt. Es war eine nationale und eine demokratische Revolution, was sich da […]

Julius Bittner: Der Geistige und sein Eigentum (1920)

Julius Bittner: Der Geistige und sein Eigentum Denkschrift, verfasst im Auftrag der Genossenschaft Dramatischer Schriftsteller und Komponisten in Wien von ihrem Präsidenten (= J. Bittner) Die einzige Tochter Josef Strauß‘ ist vor wenigen Wochen in Wien an Hungerödem gestorben. Mit der Operette »Frühlingsluft«, deren Hauptreiz in der Verwendung der Melodien dieses Meisters bestand, wurde mehr […]

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N.N.: Austromarxismus (1927)

N.N. [Leitartikel]: Austromarxismus. „Austromarxismus.“ Das ist seit einiger Zeit ein Lieblingsschlagwort im bürgerlichen Sprachgebrauch. „Austromarxismus“ – das ist in ihrem Munde so eine ganz besonders bösartige Spielart des Sozialismus. Und ob der „Austromarxismus“ auf dem Parteitag endgültig begraben worden ist oder auf allen Linien gesiegt hat, darüber kann man in der bürgerlichen Presse jetzt die […]

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Franz Theodor Csokor: Ballade von der Stadt. Eine Vorbemerkung (1929)

Franz Theodor Csokor: Ballade von der Stadt. Eine Vorbemerkung Der Versuch, ein kollektiv gedachtes Drama ins Hörspielmäßige zu formen, wird hier gewagt. Gerade das kollektive Drama wäre ja wie kaum ein anderes zum Hörspiel vorbestimmt, da es ja auch durch das gewaltigste Kollektivmittel, den Sender, verbreitet wird. Doch erhebt seine Gestaltung in solchem Sinne besondere […]

Hans Natonek: Der Deutsche Mensch (1923)

Hans Natonek: Der Deutsche Mensch Versuch einer psychoanalytischen Geschichtsbetrachtung1 Das Charakterbild des deutschen Menschen schwankt in der Geschichte und ist umstritten wie kein zweites. Das Gesicht des Engländers, des Franzosen, des Russen steht umstritten da, mag daher auch die Massenpsychologie mitunter gar zu schematisch verfahren. An dem Deutschen hat aber bis jetzt jeder verallgemeinernde massenpsychologische […]

Fritz Rosenfeld: Hier wird Theater gespielt. Granowsky-Gastspiel im Carl-Theater (1928)

Hier wird Theater gespielt. Granowsky-Gastspiel im Carl-Theater              Ausdruck der Zeit ist das Theater nicht nur, wenn es sich mit aktuellen Problemen auseinandersetzt und Tribüne wird, von der lebendiger Einfluß auf das Bewußtsein der Menschen ausgehen soll; Ausdruck der Zeit ist es auch, wenn es der andern Aufgabe der Kunst dient: den Menschen die Kümmernisse […]

Arthur Schnitzler: Der Kampf gegen ‚Schund und Schmutz‘ (1928)

Der Kampf gegen ‚Schund und Schmutz‘ Ist der Begriff der Schmutzliteratur praktisch zu umgrenzen und wie?              Meiner Auffassung nach field unter die Rubrik Schmutzliteratur manches literarisches Erzeugnis, das mit der Behandlung sexueller Themen nicht das geringste zu tun hat und das man, wie man früher zu sagen pflegte, jedem jungen Mädchen ruhig in die […]