Geb. 10.5.1897 in Göpfriz, Niederösterreich, gest. 12.2.1987 in Wien. Kulturpolitiker, Schriftsteller.

Nach Ablegung der Matura am k.k. Staatsgymnasium in Hollabrunn trat Henz in die Kadettenschule der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt ein und wurde dort 1916 zum Leutnant ausgemustert. Die nächsten Jahre verbrachte er als Adjutant des Kommandanten des (bosnisch-kroatischen) Infanterieregt. Nr. 2. Nach dem Ende des Krieges studierte er an der Univ. Wien die Fächer Germanistik und Kunstgeschichte und schloss das Studium 1923 mit einer Promotion ab.

In den 1920er Jahren war er über Vermittlung von Friedrich Funder, dem Chefredakteur der christlichsozialen Reichspost, im katholischen Volksbildungswesen tätig, wo er u.a. auch die katholisch organisierte Radiohörerschaft im Beirat der RAVAG vertrat und ab 1929 in den Programmbeirat entsandt war. 1931 wechselte er in die RAVAG, wo er für die wissenschaftliche Ausrichtung zuständig wurde und sich v.a. mit dem Schulfunk befasste. 1934 übernahm Henz die Leitung des Kulturreferats der (austrofaschistischen) Vaterländischen Front und wurde (bis 1938) auch zum Bundeskulturrat bestellt.

1931 erschien sein Wächterspiel, 1932 erschien sein erster Roman Die Gaukler.

Nach dem Anschluss 1938 verlor er seine Anstellung; er betätigte sich danach vorwiegend als Glasmaler und Restaurator, trat aber schon 1939 der Reichsschrifttumskammer bei und konnte somit wieder an seine schriftstellerische Arbeit anknüpfen und auch publizieren.

Materialien und Quellen:

Eintrag bei Diskurse des Kalten Krieges, verf. von D. Hebenstreit, St. Maurer u. D. Neumann-Rieser: hier.

Literatur:

(in Arbeit, PHK)