Stekel, Wilhelm
Geb. 18.3. 1868 in Bojan/Bukowina (k.k. Österr.-Ungarn), gest. (Suizid) 25.6. 1940 in London. Arzt, Publizist, Psychoanalytiker, Exilant.
Von 1887-1893 studierte W. Stekel in Wien, u.a. bei Richard v. Krafft-Ebing, Medizin und Psychologie, wo er früh Interessen für die Psychoanalyse entwickelte und die Studien und Erkenntnisse Freuds aufmerksam verfolgte. Nach dem Studium widmete er sich zunächst dem Medizin-Journalismus, um eine materielle Basis zu finden und eine Familie gründen zu können. 1906 war er einer der Mitbegründer der sog. ‚Mittwochsgesellschaft‘ in der Wohnung von S. Freud, aus der 1908 die Wiener Psychoanlalyt. Vereinigung hervorging. Im selben Jahr veröffentlichte Stekel seine erste größere Arbeit, Angstzustände und ihre Behandlung, der 1911 Die Sprache des Traumes folgte. Im Zuge der Gründung der Internat. Psychoanalytischen Gesellschaft und Stekels Hinwendung zu Alfred Adlergeb. am 7.2.1870 in Wien – gest. am 24.5.1937 in Aberdeen; Arzt, Psychotherapeut. Ps.: Aladin, Alladin, Aladdin. Als z... kam es 1910-11 zum Bruch mit Freud, der sich selbst im Londoner Exil nicht überbrücken ließ. Im ersten Weltkrieg diente Stekel als Militärarzt; nach 1918 setzte er wohl seine publizistische wie wissenschaftliche Arbeit fort, geriet aber immer mehr aus dem internat. wie Wiener Blickfeld der sich etablierenden Psychonanalyse.
Materialien und Quellen:
Eintrag in/auf: https://www.encyclopedia.com/psychology/dictionaries-thesauruses-pictures-and-press-releases/stekel-wilhelm-1868-1940 (2005)
Clark-Lowes, F. (2001) Freud, Stekel and the Interpretation of Dreams: The Affinities with Existential Analysis. Psychoanalysis and History 3:69-78; online unter: https://pep-web.org/browse/document/pah.003.0069a.
(PHK, in preparation)

