Geb. 24.6. 1890 in Wien, gest. 25.2. 1951 in Beaulieu-sur-mer (F). Grafiker, Maler, Exilant.

Tischler studierte 1907-12 an der Wiener Akademie der bildenden Künste und befasste sich zunächst, bis Mitte der 1920er Jahre, insbesondere mit Porträtmalerei. Das bekannteste Werk aus dieser Phase ist wahrscheinlich das Porträt von Max Oppenheimer. Um 1925 näherte er sich der Neuen Sachlichkeit an, sowohl im landschaftlichen Genre als auch in jenem des Stillebens. 1918 war er Mitbegründer und erster Präsident des Künstlerbundes Neue Vereinigung, 1920-1938 Mitglied des Hagenbundes. Über ihn nahm er seit 1922 regelmäßig an den internationalen Kollektivausstellungen teil, z.B. 1922 in den tschechoslowakischen Städten Kauschau/Kosice, Brünn/Brno und Prag (Prager TBl., 19.10.1922,5). In Prag stellte er im Nov. 1922 auch eigene Porträtbilder aus, die auf großes Interesse der Kritik stießen, die Tischler u.a. in die Nachfolge Klimts stellte (PTBl. 16.11.1922,5). Seit 1928 (bis 1940) lebte er vorwiegend in Paris, danach flüchtete er in die USA, aus der er 1949 nach (Süd)Frankreich zurückkehrte.

Werkmappen:

Max Reinhardt und seine Schauspieler. Geleitwort von R. Specht (Wien 1924);

Literatur:

Max Eisler: Viktor Tischler. In: Das Zelt, H.1/1924, S. 5-8;

Materialien und Quellen:

Eintrag bei Geschichtewiki Wien: hier.

N.N.: Künstlerhaus. (Ausstellungsbericht) In: Wiener Abendpost, 7.5. 1918, S. 19; Richard Guttmann: Kunstausstellungen (Über: Neue Vereinigung); in: Der Morgen, 21.4.1919, 6; A. R.-r.: Hagenbund. In: AZ, 13.8.1920, 4;

In Arbeit

(PHK)