Einträge von litkultadmin

Otto Stoessl: Die Bürger von Calais

Zum ersten Male am Burgtheater aufgeführt am 28. Oktober 1930. Rodins Gruppe vor der Stadt Calais hat Georg Kaiser zu diesem „Bühnenspiel“ angeregt: sechs Männer von verschiedenen Jahren, verschiedener Kraft und Haltung, aber alle von gleicher Strenge des Entschlusses stehen im Büßergewand und den Strick um den Hals, bereit zu ihrem Opfergang. Der erste Akt […]

Toman/Koritschoner: Die Wahrheit über den 15. Juni. Die Schuldigen am Blutbade

N.N. [Toman/Koritschoner]: Die Wahrheit über den 15. Juni. Die Schuldigen am Blutbade. (1919) Wahrheit gegen Lüge. Schon wieder ist die Presse der Bourgeoisie am Werke, um ihr Gift der Lügen, Verleumdungen und wilden Beschimpfungen gegen die „Kommunisten“ auszuspritzen, um sich auf Kosten der Kommunisten von der Blutschuld, die allein auf den gegenwärtigen Machthabern lastet, reinzuwaschen, […]

Hans Tabarelli: Filmträume. Ein neues Kapitel zur Kinoliteratur

Hans Tabarelli: Filmträume. Ein neues Kapitel zur Kinoliteratur (1924) Es gibt eine Unzahl von Büchern über das Kino, sträflich dilettantische, dumme, maßlos geschwätzige, reklametüchtige, kaum eines, das einer ernsthaften Betrachtung wert erschien, und so wurde eine gute, wirklich kritische, vor allem aber künstlerisch gedachte Monographie über den Film nachgerade zum Bedürfnis. Das Kino ist nämlich […]

Helene Tuschak: „Passagier ohne Gepäck“.

Helene Tuschak: „Passagier ohne Gepäck“. (1937) Komödie von Jean Anouilh. – Deutsches Volkstheater. Das Gepäck, das man auf der Lebensreise mit sich schleppt, ist die eigene Vergangenheit. Alle Unzuläng­lichkeiten, die man empfand, alle kleineren und größeren Charakterlosigkeiten, die man beging, alles Dunkle, das nahte, alles Bedrängende, das verwirrte — es gibt keine absolute Gegenwart. Den […]

Edwin Rollett: Das Grabmal des unbekannten Soldaten

Von Paul Raynal, deutsch von Hedwig Gerlach. [Renaissancebühne] Ein Denkmal des Leides! „Ich wünschte, einer von uns könnte dies alles verkünden mit einer Stimme, die jedermann hörte. Er müßte sich nur erinnern an alles, was er gesehen hat. Dann brauchte er nur den Mund aufzutun und zu sprechen, und alle müßten ihn hören.“ Ungefähr mit […]

Kurt Schuschnigg: Die Sendung des deutschen Volkes im christlichen Abendland.

Kurt Schuschnigg: Die Sendung des deutschen Volkes im christlichen Abendland. (1933) „Es gibt im Menschenleben Augenblicke.Wo man dem Weltgeist näher ist als sonstUnd eine Frage frei hat an das Schicksal.“(Schiller, Wallensteins Tod.) Das übergroße Erleben dieser seltenen und in Wirklichkeit einsamen Stunden ruft mit zwingender Gewalt die Menschenkinder zur Besinnung. Und bisweilen erwacht dann ein […]

Ignaz Seipel: Die demokratische Verfassung.

Ignaz Seipel: Die demokratische Verfassung. (1918) Aus reichlicher Erfahrung wissen wir, wie schwer es ist, die Verfassung eines Staates zu ändern, wenn auch alle Beteiligten überzeugt sind, daß sie geändert werden muß. Seit dem Kaiserwort vom 31. Mai 1917 stand Österreich ausgesprochenermaßen unter dem Zeichen der Verfassungsform. Und was ist geschehen? Alle Termine, an denen […]

Carl Colbert: Suchet die Schuldigen!

N.N. (1919) Im vollen Bewußtsein unserer Verantwortung und nach eingehender Prüfung aller Tatsachen sagen wir: gestern ist das Blut Unschuldiger Menschen geflossen. Wenn die Stadt Wien sich ihre durch den beginnenden Aufstieg der arbeitenden Klassen errungene politische Ehre bewahren will, dann müssen die Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden, ohne Ansehung der Person, ohne Rücksicht auf […]

Walter Pfrimer: Was will der Heimatschutz?

Walter Pfrimer: Was will der Heimatschutz? (1927) Der populäre, verdienstvolle Führer der stei­rischen Heimatschutzbewegung ergreift in folgen­den Ausführungen selbst das Wort, um die Hetze gegen den Heimatschutz zurückzuweisen. D. Schr[riftleitung]. Die Juliereignisse müssen wohl jedem einzelnen klar gemacht haben, daß unser Vaterland unmittelbar vor der Gefahr stand, ebenfalls eine Sowjetrepublik zu wer­den. Diese ständige Gefahr […]