Beer, Rudolf

Geb. 22.8. 1885 in Graz (k.k. Österr.-Ungarn), gest. (Freitod) 9.5. 1938 in Wien. Schauspieler, Regisseur, Theaterdirektor.

R. Beer zählte zu den markanstesten und innovationsfreudigsten Gestalten des österr. Theaterlebens der 1920er und 1930er Jahre. Er leitete nach seiner ersten Station in Brünn/Brno 1921-24 das Raimundtheater, an das er u.a. K. Martin als Gastregisseur holte und sich für das zeitgenöss. Theater einsetzte (Wedekind, Pirandello, Bruckner u.a.m.), anschließend bis 1932 das (Dt.) Volkstheater. 1932 wurde er als Nachfolger von M. Reinhardt an das Deutsche Theater nach Berlin berufen, musste diese Funktion aber schon Anfang 1933 infolge der NS-Machtübernahme aufgeben. Zurück in Wien leitete er von 1933-38 die (Studiobühne) Scala in Wien, von wo er im Mai 1938 mitten aus einer Vorstellung zum Verhör ‚abgeholt‘ und schwer misshandelt wurde. Am darauffolgenden Tag nahm er sich das Leben.

Materialien und Quellen:

Eintrag im ÖBL: https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_B/Beer_Rudolf_1885_1938.xml;

(PHK, in preparation)