Die IGNM wurde im Zuge der Salzburger Festspiele am 11.8.1922 durch die Komponisten B. Bartok, A. Berg, P. Hindemith, E. Honegger, Z. Kodaly, D. Milhaud, M. Ravel, O. Respighi, R. Réti, A. Schönberg, I. Strawinsky, A.  Webern, E. Wellesz u.a. m. begründet. Zum ersten Präsidenten wurde Edward Dent gewählt, als Sitz der Gesellschaft 1923 London bestimmt. Ihre Aufgabe bestand in der Förderung neuer Musik, ursprünglich im Umfeld der sog. Zweiten Wiener Schule. Als Zeitschrift für ›Neue Musik (NM)‹ verstanden sich gemäß Untertitel auch u. vor allem die renommierten Musikblätter des Anbruch (Universal-Edition, Wien), die in den 1920er Jahren in nahezu jedem Heft einen oder mehrere Beiträge zu Fragen der NM brachten. Seit 1923 wurden jährlich Musikfeste veranstaltet, die von den nationalen Sektionen organisiert wurden, 1924 sowohl in Prag als auch in Salzburg, 1932 in Wien. Die österreichische Sektion konstituierte sich erst 1926; erster Präsident war der Komponist Julius Bittner. Die IGNM bestand auch nach 1938 weiter und umfasst heute rund 50 Sektionen.


Quellen und Dokumente

Max Graf: Kammermusikfest in Salzburg. In: Prager Tagblatt, 12.8.1923, S. 7f., Karl Marilaun: Sommermusik in Salzburg. In: Neues Wiener Journal, 3.8.1923, S. 4, Ernst Krenek: Zur Situation der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik. In: Der Anbruch, H. 3/1934, 41-44.

Literatur

Anton Haefeli: Die Internationale Gesellschaft für Neue Musik. Ihre Geschichte von 1922 bis zur Gegenwart (1982); Monika Voithofer: Die Rolle von Komponistinnen, Interpretinnen und Musikwissenschafterinnen in der Institution Internationale Gesellschaft für Neue Musik (IGNM). MA-Arbeit, Univ. Graz 2015 (Online verfügbar).

Website der Gesellschaft. Eintrag in musiklexikon.ac.at.

(PHK)