Einträge von litkultadmin

m.f.: Wer ist der Antichrist?

m.f.: Wer ist der Antichrist? (1933) Die Herkunft der „Protokolle“In der weiteren Erwiderung auf die ver­leumderische Schrift Das Judentum und die Schatten des Antichrist müssen wir vorder­hand die „ritterliche“ Person des Herrn Ritt­er beiseite lassen und uns etwas näher mit dem Werke befassen, das für ihn ein zweites Evangelium zu sein scheint und das er […]

Julius Löwy: Was wir wollen

Julius Löwy: Was wir wollen. (1919)             Die schweren Kämpfe, unter denen sich jetzt ganz Europa windet, deuten an, daß wir uns an der Schwelle einer neuen Zeit befinden. Wenn einmal nach Jahrhunderten die Geschichte Europas geschrieben werden wird, so wird eine Änderung der Epocheneinteilung erfolgen müssen. Das Mittelalter wird nicht mehr reichen bis zur […]

Sophie Lazarsfeld: Erziehung zur Ehe

Sophie Lazarsfeld: Erziehung zur Ehe. (1926) „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein hingegen sehr“, sagt Wilhelm Busch in seiner knappen und lebensklugen Art. Man braucht nur statt Vater „Gatte“ setzen (oder natürlich auch „Gattin“) und das ganze Eheproblem ist darin zusammengefaßt, denn wie leicht tun sich zwei zusammen und wie selten wird eine wirkliche, […]

N.N.: Die Antisemitenversammlung in Wien.

N.N.: Die Antisemitenversammlung in Wien. (1920) Parteiobmann Kunschak über die Lösung der Judenfrage. Noch immer hat die Regierung nichts getan, um Wien von der Plage des Ostjudentums zu befreien. Darum rief der Antisemitenbund die Wiener heute zu einer großen Kundgebung auf um die Regierung an ihre Pflicht zu mahnen. Obwohl die Versammlung nicht von langer […]

Erich Kühn: Nostra maxima culpa

Erich Kühn: Nostra maxima culpa. (1926) Zum Thema: „Am Sterbebett der deutschen Seele“. – Triumphe des jüdischen Schrifttums. Was den ›Erfolg des jüdischen Schrifttums‹ anbetrifft, so wäre dazu zu bemerken: Ein hoher Prozentsatz von Theater, Presse, Verlagsanstalten, Depeschenagenturen und Schriftstellern ist unter ausschlaggebendem jüdischen Einfluß.  Gleich einem dichten Netz kontrollieren und beherrschen sie, eng Hand […]

Anton Kuh: Verhafter und Verhaftete

: Verhafter und Verhaftete (1934) Die Lage Österreichs wird mit jedem Tag undurchdringlicher. Hat die Regierung Dollfuß noch Kraft und Autorität genug, um die widerspenstigen nationalsozialistischen Parteigänger – die übrigens keineswegs eine so große Zahl darstellen, wie sie rebellische Unbeugsamkeit an den Tag legen – in Schach zu halten? Noch vor einem Vierteljahr hatte es […]

Ernst Křenek: Blick auf österreichische Lyrik der Gegenwart

Ernst Křenek: Blick auf österreichische Lyrik der Gegenwart (1935) Erklärende Worte zum Abend „Österreichische Lyrik von heute“, „Podium im Hagenbund“, Wien 6. Dezember 1935                                                                               Klinget Saiten, schwinget Saiten,                                                                               Unsichtbare Götter gleiten                                                                               Über eure Silberbrücken.                                                                               Sehnen und Entzücken                                                                               Rauscht auf eurem Stege.                                                                               Klinget […]

Ernst Krenek und Igor Strawinski über Paul Whiteman

(1930) Bekanntlich gelangt am 29. d. M. Der Jazzkönig, der erste Paul-Whiteman-Film, im Apollo zur Erstaufführung. In diesem Zusammenhang wird es sicherlich interessieren, wie die beiden prominentesten Vertreter moderner Musik, Ernst Krenek und Igor Strawinskij, über die Bedeutung Paul Whitemans urteilen. Ernst Krenek schreibt: „Dieser amerikanische Jazzkomponist und -dirigent ist kein gewöhnlicher Musiker, kein gewöhnlicher […]

Julius Korngold: Die Entgötterung der Musik

Julius Korngold: Die Entgötterung der Musik (1928) Ein klingender, vielversprechender Buchtitel; aber das reinigende kritische Gewitter, das wir erwarten, bleibt aus. Die Leipziger »Neue Zeitschrift für Musik« brachte jüngst unter anderen tapferen Sätzen gegen die falsch-gemeldete neue Musik auch einen auf deren Wortführer bezüglichen. Sie müßten — unter dem Drucke der Tatsachen — fortwährend ihren […]

Aurel Kolnai: Ständestaat ist Absolutismus.

Aurel Kolnai: Ständestaat ist Absolutismus. (1930) Wenn auch die Verabschiedung einer für die Demokratie im ganzen nicht gefährlichen Verfassungsreform die politische Lage in Österreich zunächst entspannt hat, so bedeutet dies nicht, daß auch eine Reihe von Köpfen, bei denen das nottäte, schon entspannt wären. Der Ganzheitsmythos der „organischen“ Soziologie, die benebelnde Wirkung der benachbarten faschistischen […]