Georg Fröschel

Die wichtigsten Stationen einer Karriere zwischen Literatur, Journalismus und Film, zwischen Wien, Berlin und Hollywood stehen im Mittelpunkt des nachfolgenden Porträtmoduls zu Georg Fröschel, der in den 1920er Jahren zu den wohl einflussreichsten Österreichern im Berliner Kulturleben gezählt hat. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die von Zeitgenossen mitunter skeptisch betrachteten, für eine Medien-Kultur-Literaturgeschichte aber hochinteressanten Schnittflächen zwischen wissenschaftlichen und Zeitgeist-Fragestellungen, neuen Darstellungsformen und medialen Techniken gelegt, die sich u.a. in einer erfolgreichen Drehbuchkarriere zunächst bei der UFA und im Exil dann bei MGM niederschlug.

Von Evelyne Polt-Heinzl

Inhaltsverzeichnis

  1. Selbstpräsentation für die alte Heimat
  2. In der Ullstein-Welt
  3. Vertrieben und vergessen
  4. Ein Österreicher in Hollywood
  5. Rezeptionsmissverständnisse
  6. Ein Krimi als Zeitroman
  7. Frauenfragen
  8. Justiz und Moral in der Krise
  9. Ein vergessener Arbeitslosenroman
  10. Technikbegeisterung und Zeitkolorit

1. Selbstpräsentation für die alte Heimat

Liebe Landsleute,

ein alter, seit mehr als 30 Jahren in Kalifornien lebender Wiener grüßt Euch aus weiter Ferne, aber in treuer Verbundenheit mit Österreichs Geschichte, Dichtkunst und Musik. Sie haben mich geformt, ihnen verdanke ich unendlich viel. (GF 1969)

Abb. 1: Brief an V. Suchy, Januar 1969

Dieses Schreiben schickte George Fröschel im Januar 1969 an Viktor Suchy, den Gründer der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur in Wien, der diese Institution auch als Archiv der vertriebenen Literatur verstand.

Geboren wurde Georg Fröschel als Sohn eines jüdischen Bankdirektors am 9. März 1891 in Wien. Seine erste Erzählung publizierte er noch als Gymnasiast (GF 1909). Dadurch wurde ein Münchner Verleger auf ihn aufmerksam und es kam zu seinem ersten Erzählband Das Schloß der Lügen (GF 1910). So stellte es Fröschel in seinem Lebensbericht dar, den er Johanna W. Roden zwischen dem 28. Oktober 1977 und dem 18 Februar 1978 als 86-Jähriger bei neun Interviewterminen erzählte (GF 1983,115).

Abb. 2: Ausschnitt aus dem Lebenslauf-Typoskript (1970)

Nach der Matura begann Fröschel in Wien Jus zu studieren, bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. 1914 bis 1917 war er „Leutnant im Dragonerregiment Nr. 11 an der russischen Front. Wegen Krankheit felddienstunfähig“, legte er „im Herbst 1917 die letzten rechtswissenschaftlichen Prüfungen ab und wurde im November desselben Jahres zum Dr. jur. promoviert.“ (GF 1970, Bl. 1) So formulierte Fröschel in seinem Lebenslauf, den er, datiert mit „22. Mai 1970“, an Viktor Suchy schickte. Es ist ein berührendes Dokument der Sehnsucht nach Anerkennung in der alten Heimat. Dem vorgedruckten Briefkopf „George Froeschel, 1146 San Ysidro Drive, Beverly Hills, California 90210“ fügt er mit Maschinschrift hinzu: „früher: Dr. jur. Georg Fröschel“. Der mittig getippte, unterstrichene Titel des Typoskripts lautet: Lebenslauf, literarische Arbeiten, Dienste für Österreich. Deshalb fehlt im Text sein Einjährig-Freiwilligen-Jahr im Dragoner Regiment Nr. 3 ebenso wenig wie sein Einsatz im Ersten Weltkrieg und seine Arbeit als „Adjutant des Oberst Eisner-Bubna in der redaktionellen Abteilung des Kriegspressequartiers“ ab Anfang 1918, wo er „mit der Abfassung der offiziösen Kriegsbulletins betraut“ war und sich u. a. mit Egon Erwin Kisch befreundete.

2. In der Ullstein-Welt
Abb. 3: Der Schlüssel zur Macht (1919)

Nach Kriegsende absolvierte Fröschel das Gerichtspraktikum und arbeitete dann in einer Anwaltskanzlei. Gleichzeitig erschienen seine ersten Romane, 1919 Der Schlüssel zur Macht, 1921 Die Geliebte Roswolskys, beide noch im selben Jahr verfilmt. Dadurch kam Fröschel mit der UFA in Kontakt, übersiedelte nach Berlin und begann als Drehbuchautor bei der UFA. Hier lernte er die Sekretärin Elsa Schülke kennen, die er 1922 heiratete, die Ehe wird 52 Jahre währen. 1922 bis 1924 war Fröschel Chefdramaturg der UFA. 1924 wechselte er als Lokalreporter zur B.Z. am Mittag. Das „wichtigste Verbrechen“ (GF 1983, 119) seiner Reporter-Laufbahn, so Fröschel, war der Serienmörder Fritz Haarmann aus Hannover, dessen Geschichte Vicki Baum in ihrem Roman Feme verarbeitete.

1927 publizierte Fröschel im Ullsteinmagazin Uhu eine Zeitreise-Geschichte mit dem Titel Goethes Automobil (GF 1927) – im amerikanischen Exil wird er sie zu Franklins Automobil umarbeiten. Das scheint zu seinem nächsten Karriereschritt geführt zu haben: Er wurde leitender Redakteur derBerliner Illustrirten Zeitung und Chefredakteurstellvertreter des Magazins Die Dame, in der er auch selbst hin und wieder publizierte (GF 1925c).

Fröschel hat sich der Ullstein-Welt schrittweise angenähert. Bereits 1919 war sein Roman Der Schlüssel zur Macht in der Reihe „Die gelben Ullstein-Bücher“ erschienen (ABB Cover, Doku), sein Inflationsroman Die Geliebte Roswolskys wurde im Herbst 1920 ebenso im Berliner Tageblatt vorabgedruckt wie der nachfolgende Roman Weib in Flammen (GF 1983, 117). 1927 war er nun im Herzen des Ullstein-Konzerns und des Berliner Literaturbetriebs angelangt. Seine Arbeit für österreichische Zeitungen setzte er dennoch fort, 1924 erschienen etwa eine Reihe von Feuilletons in der Zeitung Der Tag (GF 1924a–d). Und er hielt als Mitbegründer und Vorstandsmitglied des österreichischen Klubs in Berlin Kontakt zur österreichischen Literaturszene. In seinem Lebenslauf betont Fröschel – wohl unter dem Aspekt „Dienste für Österreich – seine Vermittlungstätigkeit.

Als Redakteur der Ullstein-Zeitschriften förderte G.F. viele österreichische Schriftsteller. (Robert Musil, Gina KausKaus, Otto Soyka, Leo Perutz u.a.) G.F. war verantwortlich für die Bestellung des österreichischen Lyrikers Victor Wittner zum Chefredakteur des Querschnitt und für die Anstellung von Otto Zoff und Vicki Baum als Schriftleiter der Ullstein-Zeitschriften. (GF 1970, Bl. 2)

Handschriftlich fügt er der Liste seiner Protegées, vielleicht aus der Ferne über die politischen Zustände im Nachkriegs-Österreich reflektierend, den Namen des Antisemiten Richard Schaukal hinzu. Viele von Fröschels Fördermaßnahmen sind leicht nachweisbar. Leo Perutz etwa verdankt ihm den Fortsetzungsabdruck seines überaus erfolgreichen Romans Wohin rollst Du, Äpfelchen … in der Berliner Illustrirten Zeitung, der am 25. März 1928 begann, von Fröschel mit einem Porträt des Autors eingeleitet.

3. Vertrieben und vergessen

Dann kam der 30. Januar 1933. […] zu jener Zeit war ich ein sehr einflußreicher Mann, besaß einige Macht und ein ziemliches Privatvermögen. Eine halbe Stunde später war ich der schmachvollste Syphilisbazillus, und für alle Zeit total und absolut ruiniert. (GF 1983, 126)

So beschreibt der 86-Jährige im Rückblick seine Situation bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten und erwähnt auch die vielen ,kleinen‘ Kränkungen, etwa wenn ihn der Theaterkritiker Herber Ihering selbst im einsamen Grunewald demonstrativ nicht mehr grüßte. Fröschels Verbindungen ins konservative Lager und seine Ehe mit einer Arierin schützten ihn bis ins Jahr 1936. Am 14. Oktober 1936 konnte er in Hamburg ein Schiff nach Amerika besteigen, wo er am 24. Oktober eintraf. Einen Teil seines Besitzes führte er in „vierzehn großen Koffern“ mit sich und auch „eine Menge Geld“ (GF 1983, 128f.).

Trotzdem und auch trotz seiner späteren Karriere in Hollywood, bedeutete die Emigration einen radikalen Einschnitt. Als Redakteur großer deutscher Zeitungen und Magazine fand er zwar relativ rasch, jedoch nur kurzfristig Arbeit als Bildredakteur des zum Esquire gehörenden Digest-Magazins Coronet in Chicago. Nach seiner Entlassung bemühte er sich, in Hollywood Fuß zu fassen, was ihm jedoch erst nach einiger Zeit gelang.

An eine Rückkehr hat Fröschel nie gedacht, was wohl auch am fehlenden Interesse Österreichs lag. 1971 verlieh ihm die Republik Österreich auf Betreiben Viktor Suchys den Professorentitel. Fröschel starb am 22. November 1979 in Beverly Hills im Alter von 88 Jahren.

Otto Soyka, den Fröschel selbst als eine Art Vorbild am Beginn seiner schriftstellerischen Laufbahn sah und den er späterhin immer wieder unterstützte (GF 1983, 113), hat seinerseits schon in den 1920er Jahren Fröschels Romane mit Wohlwollen besprochen (OS 1928). Und von Soyka stammt auch einer der wenigen Verweise auf den Schriftsteller Georg Fröschel nach 1945.

Georg Fröschel schrieb Romane, man rühmte ihnen Spannung nach. Spannung und Einfall. Als Felix Dörmann den „Mittag“ herausgab, propagierte er sein Blatt mit einem Fröschel-Roman. Aber erst die Metro-Goldwyn-Mayer machte aus der kleinen Münze des Einfalls die schwere Münze des Erfolges. […] Vom Rudolfsplatz über das Café Central und die Redaktion der „Berliner Illustrierten“ [!] führte sein Weg nach Hollywood. […] Es ist guter, echter, moderner Erfolg, und daß Goethe keine Filmbücher geschrieben hat, ist kein Einwand dagegen. (OS 1953, 8)

Trotzdem ist Fröschel dem literarhistorischen Gedächtnis so radikal entschwunden, dass er selbst in Themenbänden zum Verhältnis Wien – Berlin in den 1920er Jahren nicht erwähnt wird (WB 2002). Im Umkreis der Exilforschung kommt der Schriftsteller Fröschel – auch aufgrund ungenauer Lektüren – meist nicht gut weg. Er konnte sich schwer lösen

[…] von der Faszination durchs Irrationale, Okkult-Blutmäßige und Pathologische […]. Solche Darstellungen gemahnen in den besten Fällen an die psychologische Darbietungskunst der Wiener Literatur; weitaus öfter fallen sie zur Trivialliteratur ab. Zum Unterhaltungsgenre tendiert zuweilen auch der Hochstapler, eine wichtige Repertoirefigur bei Froeschel, die in ‚Der wunderliche Hochstapler’ (1918) und darüber hinaus in einem halben Dutzend anderer Werke vorkommt. Von den späten zwanziger Jahren bis zur Exilperiode beanspruchen Froeschels literarische Ordnungsschemata wenig Originalität.“ (HBM, 720)

Solche Urteile über einen vergessenen Autor, noch dazu in einem Standardwerk zur Exilliteratur, waren einer weiteren Beschäftigung nicht förderlich. Fröschels Erfolge als Verfasser von Treatments und Drehbüchern für die amerikanische Filmindustrie waren hingegen nicht wegzuleugnen.

4. Ein Österreicher in Hollywood

Fröschels erste Arbeit bei der UFA war das Drehbuch nach Ibsens Schauspiel Nora, verfilmt 1922/23 in der Regie von Berthold Viertel. Es war allerdings nicht die „[e]rste Adaption eines literarischen Werkes für den Film“ (GF 1970, Bl. 1) – das war bereits 1913 Paul Lindaus Theaterstück Der Andere in der Regie von Max Mack.

Auch einige seiner Romane wurden früh verfilmt 1921 Die Geliebte Roswolskys mit Asta Nielsen in der Titelrolle (Regie Felix Basch) und Der Schlüssel zur Macht, dessen Filmskript von Hans Otto Löwenstein in der Wiener Universitätsbibliothek erhalten ist; 1928 folgte Weib in Flammen in der Regie von Max Reichmann, mit Olga Tschechowa und Hans Albers. Für Skandal in Baden-Baden (1925) und Der Anwalt des Herzens (1927) schrieb Fröschel das Drehbuch. Seinen Roman Eine ganz andere Frau (GF 1931) erwarb die Paramount noch im Erscheinungsjahr für eine Verfilmung mit Marlene Dietrich in der Hauptrolle. Es wäre der erste Tonfilm nach einem seiner Werke geworden, der allerdings nicht realisiert wurde.

In Hollywood konnte sich Fröschel, verglichen mit den vielen „Titulardrehbuchautoren“ (HHH, 217) des deutschsprachigen Exils, gut etablieren. Am 20. April 1939 erhielt er eine Anstellung bei Metro-Goldwin-Mayer (MGM). Es war der Film-Agent Paul Kohner, der Fröschel den Vertrag für The Mortal Storm verschaffte, einem der ersten offenen Anti-Nazi-Filme Hollywoods (HGA, 397). Im Umfeld der MGM begegnete Fröschel vielen Bekannten aus seinen Jahren bei Ullstein wieder wie Vicki Baum und Gina Kaus, befreundete sich mit Fritzi Massary, Billy Wilder und Ernst Deutsch, verkehrt mit den Werfels und Feuchtwangers und mit Friedrich Torberg, den er in seinem offiziellen Lebenslauf 1970 als einen der Gewährsmänner angibt unter der Rubrik „Persönlichkeiten, die über G.F. Auskunft geben können“ (GF 1970, Bl. 2).

Insgesamt war Fröschel an etwa zwanzig Hollywood-Produktionen als Drehbuch(co)autor beteiligt. Sein größter Erfolg war Mrs. Miniver (1942), der das erste Kriegsjahr aus der Perspektive einer Londoner Hausfrau zeigt. Als 1940 Walter Mehring, Alfred Polgar und Alfred Döblin bei der MGM als Filmschriftsteller ihr Probejahr antraten, wurde Fröschel als ihr interner Mentor eingesetzt. Erhalten sind einige von Döblin für Mrs. Miniver ausgearbeitete Szenenentwürfe (HGA, 434ff.), doch weder er noch Polgar oder Mehring erhielten nach Ablauf des Probejahrs Verträge. Fröschel wurde für Mrs. Miniver mit dem Oscar für das beste Drehbuch ausgezeichnet, und mit der Fortsetzung The Miniver Story (1950) beauftragt. Zu seinen Filmen der antifaschistischen Phase in Hollywood zählen auch The White Cliffs of Dover (1944) und der Fliegerfilm Command Decision (1948). Für die Verfilmung von Franz Werfels Stück Jacobowsky und der Oberst unter dem Titel Me and the Colonel mit Danny Kaye und Curd Jürgens 1958 erhielt Fröschel den Writer’s Guild Award. Schon für die Verfilmung von James Hiltons Random Harvest (Die verlorenen Jahre, 1942) war er für den Oscar als bestes Drehbuch nominiert worden.

(5) Rezeptionsmissverständnisse
Abb. 4: Ein Gedicht von Fröschel, das 1912 in der Zeitschrift Der Merker erschienen ist

Dass Georg Fröschel in den 1920er Jahren ein erfolgreicher Schriftsteller war, ist so radikal vergessen, dass er auch dort nur als Drehbuchautor wahrgenommen wird – „schreibt er das Drehbuch zu der österreichischen Produktion Der Schlüssel zur Macht“ (C/O, 43) – wo seine eigenen Romane verfilmt wurden. Insgesamt publizierte Fröschel elf Romane, drei Erzählbände, drei Jugendbücher und drei Theaterstücke; das erfolgreichste war 1929 Gerechtigkeit für Holubek, das Max Ophüls in Breslau inszenierte (MO, 76) und das am Pariser Apollo-Theater „zweihundert Mal aufgeführt“ (GF 1983, 121) wurde.Von lyrischen Arbeiten ist bislang kaum etwas bekannt, ein frühes Liebesgedicht erschien 1912 in der Kulturzeitschrift Der Merker (GF 1912).

Einige von Fröschels Büchern sind wohl tatsächlich nicht von großer Bedeutung, wie der Renaissance-Roman Der Priester und die Frau (GF 1923). Manche Vorwürfe haben aber mit Verständnisproblemen zu tun.

Der Wiener Georg Fröschel gehört zu den vielen begabten Österreichern, die den deutschen Literaturmarkt mit geschickter journalistischer Romanschreiberei beliefern. […] Mit dem Roman ‚Die Geliebte Roswolskys’ hat er einen ersten großen Erfolg und schneidet mit dem Roman ‚Eine ganz andere Frau’ – schon in gefährlicher Nähe der Diskussion – ein Thema (Blutübertragung und Zurückgewinnung einer Frau zur Ehetauglichkeit) an, das nicht so sehr durch den Schriftsteller als durch die Wissenschaft gelöst werden kann. Er sieht manches neu, temperamentvoll, journalistisch, ohne Ambition zum tiefen Kunstwerk, manchmal vom Filmischen her, von der Illustration und Redaktion einer Millionenzeitschrift. (GKB, 152)

So heißt es in der 1933 erschienenen Literaturgeschichte von Guido K. Brand, die gerade für ,kleinere‘ AutorInnen oft eine Fundgrube ist. Der hier skeptisch betrachtete Roman Eine ganz andere Frau (1931) – für Fröschel einer seiner seiner „größten Erfolge“ (GF 1983, 122) – debattiert, ein Jahr nachdem Karl Landsteiner für seine Entdeckung der vier Blutgruppen den Nobelpreis für Medizin erhalten hatte, die Frage, ob es unerforschte Eigenschaften des Blutes und davon ausgelöste Reaktionen bei Bluttransfusionen geben könnte. Es ist genau dieses rasche Reagieren auf tagesaktuelle Debatten, das als eines der Merkmale der „Neuen Sachlichkeit“ gilt. Die Unternehmersgattin Irene Lippershey wird nach einem Flugzeugabsturz durch die Bluttransfusion eines zufälligen Spenders – es ist der Hochstapler Jugot – gerettet. Nach ihrer Genesung bleibt eine Distanz zu ihrer Umwelt, sie fühlt sich fremd und absent. Das ist eine Folge des Todeserlebnisses, aber auch der geheimnisvollen Abhängigkeit, die sie mit Jugot verbindet – oder auch nur imaginiert. Ein befreundeter Arzt diagnostiziert die Möglichkeit einer krankhaften Fixierung infolge der Transfusion, ohne dass eine finale Aussage dazu getroffen wird. Der Roman ist nüchtern und mit viel Einfühlung erzählt, verstört hat er allerdings schon bei seinem Erscheinen. Der Neuauflage von 1936 hat Fröschel seinen Briefwechsel mit einem empörten Arzt-Leser vorangestellt und einen Bericht über die anschließende Diskussion in medizinischen Blättern. (GF 1936, 5–10).

Debatten über die Verfasstheit des Wissenschaftsbetriebs enthält auch der stärker ins Kolportagehafte kippende Zeitreiseroman Der Korallenthron mit einem Beispiel von Private-Public Partnership anno dazumal. Der Chef des größten australischen Bankhauses finanziert eine Expedition des Instituts für Tiefseeforschung und hat ganz konkrete Vorstellungen, welche Ergebnisse die Forscher erzielen müssen. Wenn die tiefste bisher gemessene Stelle 1894 mit 9427 Meter gelotet wurde, dann, so der „Börsengewaltige“, muß „im Jahre 1911 […] eine tiefere Stelle gelotete werden. Der Rekord muß gebrochen werden. […] Ein Vermessungsschiff, das ich ausrüsten werde, muß eine tiefere Stelle finden.“ (GF 1925b, 93) Das wird nicht gelingen und die Expedition insgesamt kein gutes Ende nehmen.

6. Ein Krimi als Zeitroman

Fröschels Bücher aus den 1920er Jahren sind meist flott geschriebene Zeitromane. Das ist ein Genre, das in der Rezeption bis in die allerjüngste Vergangenheit kaum beachtet wurde, was mit der verhängnisvollen These zu tun hat, in Österreich habe es keine Literatur der Neuen Sachlichkeit gegeben, der einige von Fröschels Romanen eindeutig zugehören. Sie sind spannend geschrieben, verhandeln zeitaktuelle Themen und erzählen viel über Befindlichkeiten und Alltagsphänomene der Zeit. Wie Soyka oder Hugo Bettauer nutzt auch Fröschel immer wieder kriminalistische Zusammenhänge um die Spannung zu erhöhen, ohne dass die Handlung deshalb zwangsweise ins Triviale kippen müsste – das tut sie bei Fröschel sogar eher weniger leicht als bei Bettauer oder Soyka.

Fröschels erster Roman Der Schlüssel zur Macht, laut Selbstaussage geschrieben „in den Schützengräben“ während des Ersten Weltkriegs (GF 1983, 116), bietet wohl den erste kombinierte Grammophon-Telefon-Mord der Weltliteratur. „Übrigens ist die Vorstellung ganz hübsch, daß in Berlin ein Parlograph zum Telephon geht und in Prag ein Grammophon, und diese zwei eine kleine Unterhaltung miteinander führen“ (FK, 57f.), schrieb Franz Kafka 1913 an Felice Bauer. Nur sechs Jahre später lässt Fröschel tatsächlich einen „Parlographen“ – der Markenname für die Diktiermaschinen der Carl Lindström AG, bei der Felice Bauer arbeitete – und ein Grammophon ans Telefon gehen. Der Mörder spielt Professor Lung via Telefon den fingierten Todesschrei seiner Tochter vor. Die Verschaltung von konservierter menschlicher Stimme und Telefon, in dessen Hörer die Aufzeichnung eingespielt wird, ergibt das zwei Technologien kreuzende Mordinstrument. Nach Lungs Tod zerschießt sein Diener mit einem Blasrohr eine Glaskugel im Garten Lungs, eine Kommunikationstechnologie aus einer Zeit, als Botschaften noch nicht teleportiert werden konnten. Doch für den Auftraggeber des Mordes ist die zerschossene Glaskugel die entscheidende Information, und die Ungleichzeitigkeit der verwendeten Techniken der Nachrichtenübermittlung ergibt eine perfekte Tarnung.

Der Rechercheur des Mordfalls ist der jungen Kunsthistoriker Edgar, der von Reichtum und Vornehmheit des Professors fasziniert ist und auf eine Heirat mit dessen Tochter Jadwiga als „Sprungbrett zu einer großen Karriere“ (GF 1919, 9) spekuliert. Deshalb trennt er sich von seiner Langzeitgeliebten, der Telefonistin Olga. Die weist kraft Ihres „Amtes“ und ihrer Unabhängigkeit Edgars Einladung zu einem letzten Treffen entschieden und mit einer Anspielung auf Schnitzlers Anatol zurück. „Nein, mein Lieber […]. Ich kenne diese gemütlichen Abschiedssoupers. […] Es tut mir leid, ich muß dich um deine gemütliche Rührung bringen, ich brauche keine Gefühlskomödie, darüber bin ich hinaus. Leb‘ wohl, ich muß um drei Uhr in meinem Amt sein.“ (ebd., 31f.)

Der Zufall, den der Kriminalroman immer braucht, will es, dass Olga genau für jenen Nummernkreis zuständig ist, zu dem der Anschluss Professor Lungs gehört. Da sie vermutet, dass Edgar sie wegen Lungs Tochter verlassen hat, achtet sie besonders genau auf die bei Lungs ein- und ausgehenden Telefonate, um keinen Anruf Edgars zu versäumen. So erinnert sie sich auch an jenen Anruf, bei dem Lung starb. Damit legt sie die entscheidende Spur zum Täter und Edgar kann den Fall aufklären, allerdings bleibt die Belohnung aus, Jadwiga heiratet einen anderen.

7. Frauenfragen

Schon in diesem ersten Roman zeigt das Verhältnis Edgar-Olga-Jadwiga, das auch Fröschels Affäre mit Gina Kaus verarbeitet, seine Sensibilität für die Neukonfiguration, die das Verhältnis der Geschlechter nach 1918 erlebte. Sein zweiter Roman Die Geliebte Roswolskys bringt eine weibliche Variante des Hochstaplers – keineswegs eine „Repertoirefigur“ Fröschels, vielmehr eine der typischen Zeitfguren der Kriegsschieber- und Inflationsjahre (vgl. EPH) –, die meist Abenteurerin genannt wird. Mia gibt vor, die Geliebte des Milliardärs Roswolsky zu sein, logiert in einem vornehmen Hotel und veranstaltet rauschende Feste. Um sie zu beschreiben, setzt Fröschel gleichsam einen Link: „[A]ll das waren Bilder, die durch unzählige Zeitungsschilderungen auch der breiten Menge geläufig waren. Die geprägten Redensarten solcher Beschreibungen konnten auch auf Mias Empfang angewendet werden.“ (GF 1921, 129) Die Chiffren sind anderswo – in Zeitungen und Magazinen – ausformuliert, die Literatur kann darauf ebenso rekurrieren wie die Phantasie der Zeitgenossen. Bis das Lügengebäude von Mias Reichtum ins Wanken gerät, das Gerücht seiner Armut geht dem Sturz des Hochstaplers voraus.

Die realitätsstiftende Bedeutung medialer Berichterstattung thematisiert Fröschel auch in seinem nächsten Roman Weib in Flammen. Als im Modehaus in der Wiener Kärntnerstraße ein Großbrand ausbricht, stürzen die Schachspieler vom Kaffeehaus gegenüber vor die Tür, aber sie können mit der Unmittelbarkeit des Geschehens nichts anfangen, kehren verunsichert an ihre Spieltische zurück und warten das Erscheinen der Mittagsblätter ab, die sicher über die Katastrophe „ausführlich berichten würden“ (GF 1925a, 87). Hauptfigur des Romans ist Irene, die als Probierfräulein im Modehaus arbeitet, was ihr Freund vergeblich zu verhindern versucht hatte. Es ging ihm dabei keineswegs „um ihre Würde. Ganz im geheimen wußte er, daß er gegen ihre Freiheit kämpfte.“ (ebd. 59f.)

Über viele Seiten schildert Fröschel das rege Treiben in diesem Konsumtempel von einst – kein Autor der Zeit geht derart sensibel und ausführlich mit Kleiderfragen um wie Fröschel. Als das Feuer ausbricht, eröffnet sich für Irene die Option, eine andere Identität anzunehmen. Weib in Flammen ist ein unglückliche Titel, der sich ausschließlich auf den Brand bezieht, doch dieses Buches ist nicht nur ein Warenhaus- und Hochstaplerroman, sondern auch einer über die Verschwörungspläne exilierter ungarischer Adeliger gegen die 1919 ausgerufene Räterepublik.

1928 präsentiert Fröschel in seinem Roman Hochzeitsreise wie noch nie zwei Liebende, die einander mit ihrer programmatisch unterkühlten ,neusachlichen‘ Einstellung beinahe verfehlen, wobei die Handlung hier ein wenig konstruiert wirkt. Konrad, der junge Ehemann, ist ein erfolgreicher Nachkriegsspekulant, den seine geschäftlichen Anfänge jenseits des Graubereichs der Halblegalität schließlich einholen und ins Gefängnis bringen. Aus der Sicht seines Jugendfreundes ist Konrad Angehöriger der Upperclass, den er, selbst Sohn eines Briefträgers, stets beneidet hat. „Sie sind unbesieglich, diese Bürger“ (GF 1928, 98), denkt er und verrät Konrad ohne Bedenken an die Polizei, um einmal selbst der Gewinner zu sein. Freilich geht das Ganze schließlich gut aus – für das junge Paar, nicht für den Verräter.

8. Justiz und Moral in der Krise
Abb. 5: Der Richter ohne Gnade (1929)

1929 erschien Der Richter ohne Gnade, für Fröschel sein „erster Roman von Bedeutung“ (GF 1983, 122). Er beschreibt den moralischen Abstieg des Untersuchungsrichters Questenberg und verarbeitet wohl auch Erfahrungen aus Fröschels Zeit in der Anwaltskanzlei.„Sie wissen genau, daß im Gestrüpp unserer Gesetze die verschiedenen Giftpflanzen wachsen, daß es Paragraphen gibt, mit denen man dem anderen den Hals zuschnüren kann – gesetzlich, legal, in allen Ehren.“ (GF 1929, 214) Das sagt der Scheidungsanwalt zum Unternehmer Stiewekind, der seine Gattin gegen eine jüngere Geliebte austauschen möchte. Just in diesem Prozess sieht sich der untadelige Questenberg gezwungen, einen Meineid zu schwören.

Doch seine moralische Irritation begann schon vorher. Es ist der in sich ruhende Einbrecher und ehemalige Fußballstar Rittenwald, der Questenbergs bis dahin klares Weltbild brüchig werden lässt.

Die meisten seiner Altersgenossen hatten sich ähnliche hieb- und stichfeste Lebensphilosophien zurechtgezimmert, die dieselben Vorteile hatten wie die gerade unter dem Motto ‚Neue Sachlichkeit’ aufkommenden neuen Architekturformen: keine überflüssigen Ornamente, keine unnützen Probleme, Nüchternheit, Glattheit, Sparsamkeit mit Raum und Gedanken und vor allem höchste Bequemlichkeit. (GF 1929, 24f.)

Diese Lebensphilosophie bringt der selbstbewusste Untersuchungshäftling durcheinander, dem Questenberg mit den üblichen Taktiken des Verhörs nicht beikommt. Er hat den Einbruchsdiebstahl begangen, leugnet aber hartnäckig. Die Indizienlage ist dünn, und Questenberg besticht eine Kronzeugin, gegen Rittenwald auszusagen. Er glaubt, aus abstraktem Interesse an der Gerechtigkeit zu handeln, in Wirklichkeit ist es gekränkter Stolz und auch Sexualneid; den schlafenden Rittenwald in seiner Zelle beobachtet er mit deutlich homoerotischem Wohlgefallen.

Mit der Figur Rittenwalds bringt Fröschel den ersten Automechaniker in die deutschsprachigen Literatur ein, und er liefert in diesem Roman auch ein Bild eines Radiostudios im Jahr 1929. Questenberg hält vor dem Studiomikrofon einen Vortrag und erlebt die Energien, die aus dem Allmachtsgefühl erwachsen, zu einer großen Zahl unsichtbarer Hörer zu sprechen. Außerdem kann man in diesem Roman nachlesen, dass es für 1918 wertlos gewordene Pfandbriefe und Kriegsanleihen eine „Aufwertungsstelle“ gab, die die alten Papiere zwar nur zu einem Bruchteil des ursprünglichen Wertes aber doch anerkannte und auch, dass für diese Prozedur gediegene juristische Kenntnisse und viel Geduld von Nöten waren.

9. Ein vergessener Arbeitslosenroman

In Abschied von den Sternen schlägt sich der junge Otto Wiese in Berlin als Hobby-Astrologe durch. Er nutzt das Bedürfnis nach Okkultem in schwierigen Zeiten, postiert sein Fernrohr in guter Wohngegend, bietet gegen geringes Entgelt späten Passanten und Nachtschwärmern einen Blick in den Sternenhimmel und erstellt auf Wunsch astrologische Horoskope. Als der unterirdische Tresor der nahen Gewerbebank ausgeraubt wird, gerät Wiese in Verdacht.

Wieder frei gelassen, glauben dennoch alle, dass Wiese der Täter war. Das thematisiert die sozialen Folgen für die Opfer chronikaler Berichterstattung.Den kleinen Gaunern in Wieses ärmlicher Absteige ist er plötzlich kreditwürdig, alle spekulieren darauf, dass er, sobald er seine Beute unverdächtig nutzen kann, alles großzügig zurückzahlen wird. Und die schöne Frau Hochhalter holt ihn in ihre gutbürgerlichen Kreise, denn auch ihr Gatte hält Wiese für den Täter und will diskret an geheime Geschäftsunterlagen herankommen, die im Depotfach Nr. 44 gelagert waren und ihn vor den Staatsanwalt bringen könnten.

Hundertfünfzig Kassetten umschirmte der Safe, fast jede von ihnen enthielt neben Geld und Schmuck verräterische Dokumente, die das Glück von Gatten und Kindern zerstören, angesehene Firmen zu Fall bringen, Männer, die sich in hohen Ehrenstellungen sonnten, dem Staatsanwalt ausliefern konnten. Das Leben der Bürger ist lange nicht so wohlgeregelt und romantisch, wie seine Fassade vortäuscht. Sie haben es nur bequemer, ihre Geheimnisse zu verbergen als die Welfen, Stuarts und Habsburger. Von fünf Mark aufwärts kann man ein Stahlfach für ein halbes Jahr mieten. (GF 1937, 32)

Fröschel gelingen in seinen Romanen immer wieder Sozialporträts von großer Dichte, in diesem Buch etwa verpackt er in der Geschichte des Wohnhauses der Familie Hochhalter die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte eines halben Jahrhunderts und der Roman enthält auch eine Hommage auf Adolf Loos‘ Haus am Michaelerplatz. Als Wiese, überraschend zu Geld gekommen, das Geschäftslokal eines Herrenausstatters betritt, ist er von diesem „Werk eines bedeutenden Innenarchitekten“ begeistert, zum ersten Mal erlebte er den „Luxus abgewogener Formgebung, Luxus echten Materials, Luxus zweckloser Schönheit“ (GF 1937, 99).

10. Technikbegeisterung und Zeitkolorit

Schon Fröschels erster Roman zeigte nicht nur mit der ausgeklügelten Mordmethode sein großes Interesse an den technologischen Entwicklungen seiner Zeit; er gibt Auskunft über den Stand der technischen Wartung von Liftanlagen und beschreibt, wie die Arbeit der Fräulein vom Amt in der Telefonzentrale wirklich funktioniert hat. In Richter ohne Gnade präsentiert er ein zeittypisches Radiostudio, in Abschied von den Sternen die Arbeit am Schneidetisch einer Filmfirma.

Immer wieder thematisiert Fröschel auch die verkehrstechnischen Veränderungen. In Die Geliebte Roswolskys verursachen Autos immer wieder Kutschenunfälle. Die Pferde scheuen beim Knattern des Auspuffs, was schneidige Ex-Leutnants gezielt als Mittel der Kontaktanbahnung mit der reichen Frau inszenieren. Der reiche Roswolsky selbst bevorzugt Kutschen – die Modernisierer sind weniger die alten Reichen als die Lebemänner der Neureichenszene.

Fröschels Romane liefern auch eine umfangreiche Kollektion der zeittypischen Lokalitäten urbaner Vergnügungswelten mit fließenden Grenzen zur Unterwelt. In Weib in Flammen landet der Hochstapler Churzo in einem Spielclub, den eine verwitwete Baronin führt. Sie ist durch die Inflation „in die peinliche Lage geraten, ihre Bedürfnisse bis zu einem Maß einschränken zu müssen, das sich auf die Dauer mit den Forderungen, die eine noch schöne und vornehme Frau an das Leben zu stellen hatte, nicht vertrug“, weshalb sie sich entschloss, ihren Salon „jede Nacht zu einer regelmäßigen Roulettepartie zu benutzen“ (GF 1925a, 211f.).

Selbst Richter Questenberg verabredet sich mitunter in einer dubiosen Hotelbar, die „seit einiger Zeit als der eleganteste Schauplatz nächtlichen Vergnügens in Mode war“ (GF 1929, 133). In Abschied von den Sternen präsentiert Fröschel Ambiente und Klientel der kleinen Automatenbuffets ebenso wie das Restaurant am Flughafen als den mondänen Treff der Reichen und Schicken.

Diese Qualität, mit seinen Romanen am Puls der Zeit zu sein, erreicht Fröschels einziger nach 1945 erschienener Roman Ein Weib war in der Stadt (GF 1951) nicht mehr, doch ist selbst hier mit Einblicken in die austrofaschistische Kulturpolitik Interessantes zu finden.

In jedem Fall wäre es wünschenswert, Fröschels Romane wieder aufzulegen und seine noch unpublizierten Arbeiten zugänglich zu machen (vgl. HBM, 728f.), die im Nachlass an der Brandeis University erhalten sind. Darunter ist der um 1955 entstandene Roman Wann wurde die letzte Hexe verbrannt über die Repressionen der McCarthy-Ära, die auch Fröschel zu einem inneren Exil im Exil zwangen.


Literaturangaben

Zitierte Primärliteratur

  • GF 1909 = Éin Protest. In: Das literarische Deutsch-Österreich. Wien, November 1909, S. 412–418.
  • GF 1910 = Das Schloß der Lügen. München: B. Sutter 1910.
  • GF 1912 = Wir. In: Der Merker. Österreichische Zeitschrift für Musik und Theater. Jg. 3, H. 13, 1912, S. 505.
  • GF 1919 = Der Schlüssel zur Macht. Roman. Berlin: Ullstein 1919 (Die gelben Ullstein-Bücher).
  • GF 1921 = Die Geliebte Roswolskys. Roman. Berlin: Helikon 1921 (Die goldene Reihe).
  • GF 1923 = Der Priester und die Frau. Roman. Berlin: Mosse 1923.
  • GF 1924a = Lob des Hasards. In: Der Tag , 13.4.1923, S. 4.
  • GF 1924b = Die Amalgamplombe. In: Der Tag, 1.2.1924, S. 4.
  • GF 1924c = Der Kanarienvogel. In: Der Tag, 14.2.1924, S. 4.
  • GF 1924d = Liebe, Ehe, Mitgift …. In: Der Tag, 13.3.1924, S. 4.
  • GF 1925a = Weib in Flammen. Der Roman eines Tages. Berlin: Rudolf Mosse 1925.
  • GF 1925b = Der Korallenthron. Roman. Berlin: Ullstein 1925.
  • GF 1925c = Berühmtheiten beim Photografen. Interview mit Karl Schenker. In: Die Dame. Jg. 14, H. 3, Oktober 1925, S. 2–5.
  • GF 1927 = Goethes Automobil. In: Uhu Jg. 3, H. 4, Jänner 1927, S. 34–35.
  • GF 1928 = Hochzeitsreise wie noch nie. Roman, Berlin: Ullstein 1928.
  • GF 1929 = Der Richter ohne Gnade. Roman. Berlin: Ullstein 1929.
  • GF 1931 = Eine ganz andere Frau. Roman. Berlin: Ullstein 1931.
  • GF 1936 = Eine ganz andere Frau. Roman. Wien, Leipzig: Ludwig Nath 1936.
  • GF 1937 = Abschied von den Sternen. Roman. Wien: Lesergilde (1937).
  • GF 1951 = Ein Weib war in der Stadt. Roman einer Sünderin. Berlin: Tempelhof 1951.
  • GF 1969 = Schreiben an Viktor Suchy, Januar 1969, 1 Bl., eh. Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur, Handschriftensammlung H1.
  • GF 1970 = Lebenslauf, literarische Arbeiten, Dienste für Österreich. (22.5.1970),Typ., m. hs. Korr., 2. Bl., Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur, Handschriftensammlung H1.
  • GF 1983 = Georg Fröschel erzählt aus seinem Leben. In: Filmkritik. Jg 27, H. 3, März 1983, S. 107–146.

Weitere Werke

Der wunderliche Hochstapler (1919); Admiral Bobby (1923; neu aufgelegt u.d.T. Bobbys abenteuerliche Weltreise); Das schrecklichste Erlebnis und andere Erzählungen (1926); Gerechtigkeit für Holubek (Theatermanuskript 1929); Himmel, meine Schuhe! (1932); One Big Family (gem. mit Meyer Levin, Theatermanuskript 1940); Der Tapfere der Tapferen (Bühnenmanuskript 1961)

Sekundärliteratur

  • C/O = Christian Cargnelli, Michael Omasta (Hg.): Aufbruch ins Ungewisse. Österreichische Filmschaffende in der Emigration vor 1945. Bd 2: Lexikon. Tributes. Selbstzeugnisse. Wien: Wespennest 1993 (Wespennest Film).
  • EPH = Evelyne Polt-Heinzl: Mit dem Hochstapler am Puls der Zeit. In: Robert Neumann: Hochstapler. Novelle. Wien: Edition Atelier 2012, S. 106–112.
  • FK = Franz Kafka: Briefe 1913–März 1914. Hg.: Hans-Gerd Koch. Frankfurt/M.: S. Fischer 1999.
  • GKB = Guido K. Brand: Werden und Wandlung. Eine Geschichte der deutschen Literatur von 1880 bis heute. Berlin: Kurt Wolff 1933.
  • HBM = Hans-Bernhard Moeller: George Froeschel. In: Deutsche Exilliteratur seit 1933. Bd 1: Kalifornien. Teil 1. Hg.: John M. Spalek, Joseph Strelka. Bern, München: Francke 1976, S. 720–730.
  • HGA = Helmut G. Asper: „Etwas Besseres als den Tod …“ Filmexil in Hollywood. Porträts, Filme, Dokumente. Marburg: Schüren 2002.
  • HHH = Hans Heinz Hahnl: Georg(e) Froeschel. In: Ders.: Hofräte Revoluzzer Hungerleider. Vierzig verschollene österreichische Literaten. Wien: Edition Atelier 1990, S. 217–222.
  • MO = Max Ophüls. Hg.: Loewy, Ronny. München: Edition Text + Kritik 2011 (Film-Konzepte. 24).
  • OS 1928 = Otto Soyka: Der Schlüssel zur Macht. In: Neue Freie Presse, 2.12.1928, S. 40.
  • OS 1953 = Otto Soyka: Viel Geist war mit von der Partie – Erinnerungen ans Café Central. In: Die Schau. Halbmonatsschrift für Kultur und Politik. Jg. 1. Nr. 15/16, 1953, S. 7f.
  • WB 2011 = Wien – Berlin. Mit einem Dossier zu Stefan Großmann. Hg.: Bernhard Fetz, Hermann Schlösser. Wien: Zsolnay 2001 (Profile. 7).
Abbildungsverzeichnis
  • Abb. 1: Schreiben an Viktor Suchy (Januar 1969). 1 Bl., eh.: Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur, Wien, Handschriftensammlung H1.
  • Abb. 2: Lebenslauf, literarische Arbeiten, Dienste für Österreich (dat. 22.5.1970). Typ. m. hs. Korr., 2. Bl.: Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur, Wien, Handschriftensammlung H1.
  • Abb. 3: Cover zu Der Schlüssel zur Macht (1919): Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur, Wien.
  • Abb. 4: Faksimilisierte Seite (Ausschnitt) aus: Der Merker. Österreichische Zeitschrift für Musik und Theater. Jg. 3, H. 13, 1912, S. 505.
  • Abb. 5: Cover zu Der Richter ohne Gnade (1929): Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur, Wien.